Am bundesweiten Vorlesetag kam die ehemalige Lehrerin Helga Wittmann in die 5. Klasse der Mittelschule um den Schülern vorzulesen. Die Fünftklässler beschäftigen sich zurzeit im Deutschunterricht bei Frau Risse mit Märchen. Passend dazu las Frau Wittmann deshalb das Märchen „Der kleine Fuchs“ aus ihrem Märchenbuch vor.

 

Faktenblatt Bundesweiter Vorlesetag (aus: www.vorlesetag.de)
Immer am 3. Freitag im November | 17. November 2017

Idee und Ziel des Bundesweiten Vorlesetags
 Der Bundesweite Vorlesetag ist Deutschlands größtes Vorlesefest. Der Aktionstag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das (Vor-)Lesen setzen und Freude am (Vor-)Lesen wecken. So sollen langfristig Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden.
 Mitmachen kann jeder, der Freude am Vorlesen hat. Benötigt werden lediglich ein Vorlese-Ort und eine Vorlesegeschichte.
 Die Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags sind die Wochenzeitung DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung.

Warum ist (Vor-)Lesen so wichtig?
 Kinder und Jugendliche, denen vorgelesen wurde, entwickeln einen engen Bezug zum Lesen, sie haben später selbst mehr Freude daran, lesen häufiger und intensiver und haben in vielen Fächern im Schnitt bessere Schulnoten.
 Regelmäßiges Vorlesen prägt das soziale Empfinden und Verhalten von Kindern positiv.
 Eine umfassende Lesekompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für die persönliche Entwicklung, Erfolg im Berufsleben und gesellschaftliche Teilhabe.
Teilnehmerzahlen: von 2.000 zu rund 135.000 Vorleserinnen und Vorlesern
 Am 12. November 2004 fand der erste Bundesweite Vorlesetag statt. 2.000 aktive Vorleserinnen und Vorleser beteiligten sich mit Vorlese-Aktionen in 350 Städten.
 Am Bundesweiten Vorlesetag 2014, erreichten rund 83.000 Vorleserinnen und Vorleser rund zwei Millionen Zuhörerinnen und Zuhörer.
 2015 wurde diese Zahl noch einmal getoppt: Rund um den 12. Bundesweiten Vorlesetag am 20. November 2015 lasen über 110.000 Menschen in Deutschland rund 2,5 Millionen Zuhörerinnen und Zuhörern vor.
 2016 konnte der Vorjahresrekord erneut gebrochen werden: Es ist gelungen, rund 135.000 Vorleserinnen und Vorleser für den Bundesweiten Vorlesetag zu gewinnen.

(Prominente) Teilnehmer
 Der Großteil der Vorleserinnen und Vorleser sind ehrenamtlich Engagierte, die ihre Freude am (Vor-)Lesen an diesem Tag mit anderen teilen. Viele von ihnen engagieren sich auch unabhängig vom Bundesweiten Vorlesetag ganzjährig als ehrenamtliche Vorlesepaten.
 Daneben nehmen zahlreiche Prominente und Politikerinnen und Politiker am Bundesweiten Vorlesetag teil. Sie sorgen durch ihre Bekanntheit für noch größere öffentliche Aufmerksamkeit und dienen als Vorlese-Vorbilder.
 2016: Lisa-Marie Koroll, Christine Urspruch, Katarina Witt, Paul Maar, Thees Uhlmann, Gundula Gause, Maybrit Illner, Marietta Slomka, Linda Zervakis, Palina Rojinski, Peter Kloeppel und Sven Voss, Dr. Wolfgang Schäuble, Andrea Nahles und Cem Özdemir

Vorlesestudie
 Seit 2007 wird der Bundesweite Vorlesetag um die Vorlesestudie von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung ergänzt, die sich jedes Jahr unter einem anderen Aspekt mit dem „Vorleseland Deutschland“ auseinandersetzt.
 Sie zeichnet ein aktuelles Bild der Vorlesepraxis in deutschen Familien und die Auswirkungen des Vorlesens auf die Entwicklung von Kindern.
 Wichtige Studienthemen seit 2007
– 2015 „Vorlesen – Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln“
Zentrale Fragestellung: Inwiefern prägt das Vorlesen das soziale Empfinden und Verhalten von Kindern?
– 2013 „Neuvermessung der Vorleselandschaft“
Zentrale Fragestellung: Wie viele Eltern lesen vor bzw. nicht vor? Wie haben sich die Zahlen seit der ersten Vorlesestudie 2007 verändert?
– 2012 „Digitale Angebote – neue Anreize für das Vorlesen?“
Zentrale Fragestellung: Welchen Einfluss haben Smartphones, Tablets und E-Reader auf die Vorlesesituation in Familien?
– 2010 „Vorlesen und Erzählen in Familien mit Migrationshintergrund“
Zentrale Fragestellung: Wie viele Eltern mit Migrationshintergrund lesen ihren Kindern vor bzw. erzählen Geschichten?
– 2009 „Warum Väter nicht vorlesen“
Zentrale Fragestellung: Was sind die Gründe für das geringe Vorleseengagement von Vätern? Welche Aktivitäten mit Kindern bevorzugen Väter?

Informationen zum Bundesweiten Vorlesetag unter www.vorlesetag.de
Informationen zu den Vorlesestudien unter http://www.stiftunglesen.de/institut-fuer-lese-und-medienforschung/forschungsprojekte/vorlesestudie

 

Pressekontakt Stiftung Lesen:
Franziska Hedrich
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