Caritas Team Schule lud zum Präventionstheater

Der Weimarer Kultur-Express ist ein freies Jugend – Theater im Tourneebetrieb. Da nicht jeder Schule die Möglichkeit gegeben ist, mit mehreren Klassen in ein Theater zu fahren oder zu gehen, kam er – nicht zum ersten Male – auch zu uns. Am Freitag, 10. November 2017 machte er bei uns an der Mittelschule Langquaid Station.

Sein Anliegen ist es, ein sozial engagiertes Theater zu bieten. Sie wollen die Probleme der Jugendlichen einerseits ansprechen, durch bildliche Beispiele und durch Diskussionsrunden. Andererseits wollen sie auch den Spaß am Theater wecken. Mit ihrem Programm versuchen sie beide Probleme zu lösen und bieten deshalb altersgerechte Gegenwartsstücke an. Sie arbeiten mit jungen ausgebildeten Schauspielern zusammen, die gern vor und mit einem jungen Publikum spielen.

 

Zum Inhalt von „Online“:

Jules altes Handy ist zwar internetfähig, aber alt, unzuverlässig und lange nicht so leistungsstark, wie sie es sich wünscht. Zu ihrem Geburtstag bekommt sie endlich das neue, heißersehnte Smartphone. Damit eröffnet sich ihr ein noch schnellerer, leichterer und vor allem ortsungebundener Zugriff auf Spiele- und Netzwerkportale. Das Immer-Online-Sein wird eine neue Lebensempfindung für Jule. Hier fühlt sie sich rundum wichtig, im Mittelpunkt. Ihre realen Freunde, vor allem ihre beste Freundin Elli und ihre bis dahin geliebten Hobbys geraten mehr und mehr in den Hintergrund. Auch die Beziehung zu ihrer Mutter und zu anderen Angehörigen leidet darunter. Immer mehr vernachlässigt sie die Schule, häusliche Pflichten und am Ende sich selbst. Doch die neue Leidenschaft birgt auch noch andere Gefahren. Jule tappt in die eine oder andere Kostenfalle und läuft Gefahr, zu falschen Leuten Kontakt aufzunehmen. Am Ende muss Jule sich eingestehen, dass sie abhängig vom Smartphone ist.

Smartphones und Tablets gehören für viele Menschen mittlerweile zu den elementaren Lebensbestandteilen. Unterwegs und zu Hause sind sie in fast allen Bereichen und Situationen präsent. Für manchen sind sie als mobiles Büro oder sofortige Informationsquelle in allen Lebenslagen unerlässlich. Doch oft gehört der erste und letzte Blick des Tages nicht mehr dem liebsten Angehörigen, sondern dem Smartphone. Nicht selten wirkt das Verhalten damit hochgradig unhöflich und unsozial, beispielsweise beim gemeinsamen Essen mit der Familie, bei Gesprächen mit Freunden, an der Kasse im Supermarkt oder im Wartezimmer des Arztes. (Aus: www.der-kulturexpress.de)

Lebensnah und unterhaltsam stellte der „Weimarer Kultur-Express“ Onlinesucht dar. Ein Thema, mit dem alle Jugendlichen etwas anfangen können, das  Handy steckt ja bei den meisten Jugendlichen ständig in der Hosentasche. Das Stück regte an sich Fragen zu stellen: „Muss ich mein Handy dauernd dabei haben? Lasse ich es vielleicht mal ganz mutig einfach zu Hause? Spreche ich auch wieder einmal ganz real mit meinen Freunden und frag‘ sie einfach direkt, wie es ihnen geht?“  Es wäre ja mal nur so eine Idee …

Dank gilt  der Koordinationsstelle für Suchtprävention am Landratsamt Kelheim, die dieses Präventionstheater finanziell unterstützte.

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